Schwarzer Hautkrebs (Melanom)
Ein Melanom kann aus einem bestehenden Muttermal entstehen oder auf zuvor unauffälliger Haut neu auftreten. Auffällig wird es oft durch Veränderungen: Ein Pigmentmal, das wächst, seine Form oder Farbe verändert, asymmetrisch wird, juckt oder blutet, sollte genau beurteilt werden. Im Gegensatz zum hellen Hautkrebs kann der schwarze Hautkrebs schon früh streuen. Gerade deshalb ist der Zeitpunkt der Erkennung entscheidend.
Das maligne Melanom geht von den pigmentbildenden Zellen der Haut aus. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen intensive UV-Belastung und Sonnenbrände, insbesondere in der Kindheit, eine hohe Zahl an Muttermalen oder atypische Nävi, ein heller Hauttyp sowie Melanome in der Familie. Die ABCDE-Regel (Asymmetrie, Begrenzung, Farbe, Durchmesser, Entwicklung) bietet eine erste Orientierung, ersetzt aber keine fachärztliche Untersuchung. Denn nicht jedes auffällige Muttermal ist ein Melanom und nicht jedes Melanom sieht auf den ersten Blick gefährlich aus.
In unser Hautarztpraxis in München kombinieren wir die klinische Untersuchung mit der Dermatoskopie. Bei vielen oder auffälligen Muttermalen führen wir zudem eine digitale Verlaufskontrolle per Ganzkörper-Bodymapping und Videodermatoskopie durch. So lassen sich auch kleinste Veränderungen im Zeitverlauf sichtbar machen und sicherer einordnen. Bestätigt sich der Verdacht, erfolgt die Entfernung mit anschließender feingeweblicher Untersuchung. Bei früher Erkennung sind die Heilungschancen sehr gut, weshalb regelmäßige Vorsorge der wirksamste Schutz ist.
Fakten zum schwarzen Hautkrebs (Melanom)
Was ist schwarzer Hautkrebs?
Melanome sind nicht immer schwarz oder dunkelbraun. Sie können unterschiedliche Brauntöne aufweisen, rötlich, rosa oder hautfarben erscheinen oder nur wenig Pigment enthalten. Solche Veränderungen lassen sich mit bloßem Auge mitunter schwer von gutartigen Hautveränderungen oder entzündlichen Stellen unterscheiden.
Melanome können am gesamten Körper auftreten. Dazu gehören auch Bereiche, die im Alltag leicht übersehen werden:
- die behaarte Kopfhaut
- Rücken und Gesäß
- Handflächen und Fußsohlen
- die Haut zwischen den Zehen
- Finger- und Zehennägel
- Schleimhäute
Neue oder deutlich veränderte Hautstellen sollten daher unabhängig von ihrer Farbe und Körperstelle fachärztlich untersucht werden.
Warum kann ein Melanom gefährlich werden?
Melanomzellen können in tiefere Hautschichten wachsen und sich über die Lymph- oder Blutgefäße in andere Bereiche des Körpers ausbreiten. Dort können sich Metastasen bilden.
Für die Prognose ist es entscheidend, wie tief das Melanom zum Zeitpunkt der Entfernung in die Haut eingewachsen war. Diese sogenannte Tumordicke wird im histologischen Befund in Millimetern angegeben. Zusätzlich beurteilt die Pathologie weitere Merkmale, beispielsweise ob die Tumoroberfläche intakt ist oder bereits geschwürig verändert wurde.
Ein früh erkanntes und noch oberflächlich begrenztes Melanom kann in der Regel durch eine vollständige operative Entfernung geheilt werden. Bei tiefer eingewachsenen oder bereits ausgebreiteten Melanomen sind weitere Untersuchungen und gegebenenfalls zusätzliche Behandlungen notwendig.
Je früher eine auffällige Hautveränderung untersucht wird, desto größer ist die Chance, ein Melanom in einem frühen Stadium zu erkennen und es mit einem begrenzten operativen Eingriff vollständig zu entfernen.
Wie sieht schwarzer Hautkrebs aus?
Mögliche Warnzeichen sind:
- ein im Erwachsenenalter neu entstandenes Pigmentmal
- eine erkennbare Veränderung eines bestehenden Muttermals
- eine schnelle Größenzunahme
- eine asymmetrische Form
- unscharfe, gezackte oder ausgefranste Ränder
- mehrere Farbtöne innerhalb einer Hautveränderung
- ein Muttermal, das deutlich anders aussieht als die übrigen Pigmentmale
- eine Veränderung der Oberfläche
- Juckreiz, Nässen, Krusten oder Blutungen
- ein dunkler Streifen unter einem Nagel ohne erkennbare Verletzung
- eine nicht heilende rötliche oder hautfarbene Erhebung
Juckreiz und Blutungen treten nicht bei jedem Melanom auf und können auch andere Ursachen haben. Umgekehrt ist eine schmerzlose Hautveränderung nicht automatisch harmlos. Frühe Melanome verursachen häufig keine Beschwerden.
Die ABCDE-Regel
Die ABCDE-Regel hilft dabei, Veränderungen an einem Pigmentmal zu erkennen:
A wie Asymmetrie
Das Pigmentmal ist nicht gleichmäßig rund oder oval. Die beiden Hälften unterscheiden sich deutlich voneinander.
B wie Begrenzung
Der Rand erscheint unscharf, unregelmäßig, ausgefranst oder gezackt.
C wie Colour beziehungsweise Farbe
Innerhalb der Hautveränderung treten unterschiedliche Farben auf, zum Beispiel Hellbraun, Dunkelbraun, Schwarz, Rot, Blau, Grau oder Weiß.
D wie Durchmesser
Ein zunehmender Durchmesser kann auffällig sein. Auch kleinere Pigmentmale können jedoch ein Melanom sein. Die Größe allein reicht daher nicht für eine Beurteilung aus.
E wie Entwicklung
Das Pigmentmal verändert sich. Es wächst, wird dicker, verändert seine Farbe oder beginnt zu jucken, zu nässen oder zu bluten.
Die Entwicklung im Zeitverlauf ist besonders wichtig. Selbst wenn nicht alle übrigen ABCDE-Merkmale vorliegen, sollte eine sichtbare Veränderung untersucht werden.
Wenn ein Muttermal anders aussieht als die übrigen
In der Regel ähneln sich die Muttermale eines Menschen in Farbe, Form und Größe. Eine einzelne Stelle, die deutlich aus diesem persönlichen Muster herausfällt, wird auch als „Ugly Duckling“ bezeichnet.
Ein solches Muttermal ist nicht automatisch bösartig. Der Unterschied zu den übrigen Pigmentmalen kann jedoch ein wichtiger Hinweis sein. Bei der Untersuchung betrachten unsere Fachärzte für Dermatologie deshalb nicht nur die einzelne Stelle, sondern vergleichen sie auch mit dem übrigen Hautbild.
Welche Risikofaktoren begünstigen ein Melanom?
Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei:
- heller Haut, hellen Augen und heller oder rötlicher Haarfarbe
- einer ausgeprägten Neigung zu Sonnenbrand
- intensiven Sonnenbränden in Kindheit und Jugend
- wiederholter starker UV-Belastung
- Nutzung von Solarien
- einer hohen Zahl an Muttermalen
- atypischen oder ungewöhnlich großen Pigmentmalen
- einem bereits behandelten Melanom
- Melanomen bei Eltern, Geschwistern oder Kindern
- einer geschwächten Immunabwehr
- bestimmten seltenen erblichen Veranlagungen
Auch Menschen mit dunklerem Hauttyp können an einem Melanom erkranken. Bei ihnen treten Melanome teilweise an Handflächen, Fußsohlen oder unter den Nägeln auf. Diese Bereiche sollten bei der Selbstkontrolle ebenfalls berücksichtigt werden.
Wie wird ein Melanom bei SKN Dermatology & Aesthetics diagnostiziert?
Die Diagnostik beginnt mit einem ausführlichen ärztlichen Gespräch und einer genauen Untersuchung der Haut. Dabei berücksichtigen wir nicht nur das aktuelle Erscheinungsbild auffälliger Stellen, sondern auch ihre Entwicklung und das persönliche Risikoprofil der Patientin bzw. des Patienten.
Ärztliches Gespräch und Risikoprofil
Zu Beginn klären wir unter anderem:
- Seit wann besteht die Hautveränderung?
- Hat sie sich in Form, Farbe, Größe oder Oberfläche verändert?
- Gab es bereits auffällige Muttermale oder Hautkrebs?
- Sind Melanome in der Familie bekannt?
- Liegen viele oder atypische Muttermale vor?
- Wie hoch war die UV-Belastung in der Vergangenheit?
- Wird die Immunabwehr durch eine Erkrankung oder Medikamente beeinflusst?
Mithilfe dieser Informationen kann der sichtbare Befund richtig eingeordnet und die weitere Diagnostik auf das persönliche Risiko abgestimmt werden.
Untersuchung der Haut
Bei einem konkreten Melanomverdacht untersuchen wir zunächst die betroffene Stelle. Je nach Behandlungsanlass und Risikoprofil kontrollieren wir auch weitere Hautbereiche.
Dazu gehören IMMER auch schwer einsehbare Stellen wie die Kopfhaut, der Rücken, die Fußsohlen oder die Haut zwischen den Zehen.
Dermatoskopie
Mithilfe des Dermatoskops kann die Hautveränderung vergrößert betrachtet werden. Das Untersuchungsgerät macht Pigmentstrukturen, Gefäßmuster und weitere Merkmale sichtbar, die mit bloßem Auge nicht ausreichend erkennbar sind.
Die Dermatoskopie ist schmerzfrei und ermöglicht eine genauere Beurteilung durch den Arzt. Besteht jedoch weiterhin ein konkreter Melanomverdacht, ist eine feingewebliche Untersuchung erforderlich.
Ganzkörper-Bodymapping und Videodermatoskopie
Bei vielen Muttermalen, atypischen Nävi oder einem erhöhten Melanomrisiko kann eine einmalige Untersuchung nicht immer zeigen, ob sich eine Hautstelle verändert.
Beim digitalen Ganzkörper-Bodymapping werden dagegen standardisierte Übersichtsaufnahmen der Haut erstellt. Auffällige oder kontrollbedürftige Pigmentmale können zusätzlich videodermatoskopisch in hoher Vergrößerung dokumentiert werden.
Bei späteren Kontrollterminen werden die Aufnahmen miteinander verglichen. Dadurch lassen sich:
- neu entstandene Hautveränderungen erkennen
- Veränderungen bestehender Muttermale genauer beurteilen
- kleine Unterschiede in Form, Farbe oder Struktur sichtbar machen
- kontrollbedürftige Stellen gezielt beobachten
- stabile und unauffällige Muttermale dokumentieren
Die digitale Verlaufskontrolle ergänzt die fachärztliche Untersuchung. Sie ist besonders hilfreich, wenn aufgrund zahlreicher Pigmentmale kleine Veränderungen mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen sind.
Was geschieht bei einem konkreten Melanomverdacht?
Die Histologie zeigt:
- ob tatsächlich ein Melanom vorliegt
- um welchen Melanomtyp es sich handelt
- wie tief der Tumor in die Haut eingewachsen ist
- ob weitere Risikomerkmale vorliegen
- ob die untersuchten Ränder frei von Tumorzellen sind
- ob weitere operative oder diagnostische Schritte notwendig sind
Das sichtbare Erscheinungsbild liefert wichtige Hinweise. Die endgültige Diagnose wird jedoch durch die histologische Untersuchung gestellt.
Wie wird schwarzer Hautkrebs behandelt?
Die operative Entfernung ist die wichtigste Behandlungsmethode bei einem örtlich begrenzten Melanom. Das weitere Vorgehen richtet sich nach dem feingeweblichen Befund.
Erste vollständige Entfernung
Bei einem begründeten Melanomverdacht wird die auffällige Hautveränderung möglichst vollständig entfernt. Dabei wird zunächst ein kleiner seitlicher Abstand eingehalten.
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Mit diesem ersten Eingriff soll die Diagnose gesichert und die Tumordicke sowie weitere feingewebliche Merkmale bestimmt werden. Diese Angaben sind entscheidend für die weitere Behandlungsplanung.
Nachexzision mit Sicherheitsabstand
Wenn die Histologie ein Melanom bestätigt, wird je nach Tumordicke in einem zweiten Eingriff weiteres Gewebe um die ursprüngliche Stelle herum entfernt. Dieser Eingriff wird als Nachexzision bezeichnet.
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Der notwendige Sicherheitsabstand richtet sich dabei vor allem nach der gemessenen Tumordicke. Das Ziel besteht darin, möglicherweise verbliebene Tumorzellen im umliegenden Gewebe zu entfernen und so das Risiko eines örtlichen Rückfalls zu reduzieren.
Weitere Untersuchungen
Abhängig von Tumordicke, Ausbreitung und weiteren Risikomerkmalen können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein. Dazu zählen je nach Befund:
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- Untersuchung und Ultraschall der Lymphknoten
- Wächterlymphknotenbiopsie
- bildgebende Untersuchungen
- Laboruntersuchungen
- molekulare Untersuchung des Tumorgewebes
- interdisziplinäre Besprechung des Befundes
Nicht jede Melanomdiagnose erfordert diese Maßnahmen. Bei einem sehr früh erkannten, dünnen Melanom kann eine Operation ausreichend sein.
Behandlung eines fortgeschrittenen Melanoms
Wenn sich das Melanom bereits auf Lymphknoten oder andere Organe ausgebreitet hat, ist neben der Operation eine weiterführende Behandlung erforderlich. Welche Therapie geeignet ist, hängt vom Stadium der Erkrankung sowie von den Eigenschaften des Tumors ab. In Frage kommen beispielsweise Immuntherapien oder zielgerichtete Medikamente.
Die Behandlung wird in diesem Fall gemeinsam mit spezialisierten Hauttumorzentren sowie Fachärztinnen und Fachärzten aus der Onkologie geplant. Bei SKN besprechen wir den Befund ausführlich mit Ihnen, erklären die nächsten Schritte und unterstützen Sie bei der Weiterleitung an eine geeignete spezialisierte Einrichtung.
Das Own Your Skin Prinzip bei Melanomverdacht
Bei SKN betrachten wir nicht nur das einzelne Muttermal, sondern Ihre Haut als Ganzes. Wir berücksichtigen persönliche Risikofaktoren, frühere Befunde, das gesamte Hautbild sowie die Entwicklung auffälliger Stellen. Bei vielen Muttermalen ergänzen wir die Untersuchung durch digitales Bodymapping und Videodermatoskopie, um Veränderungen zuverlässig zu erkennen und unnötige Eingriffe zu vermeiden.
Besteht der Verdacht auf ein Melanom, sorgen wir für eine klare Diagnose und ein medizinisch sicheres Vorgehen. Notwendige Hautveränderungen werden sorgfältig entfernt und histologisch untersucht. Dabei achten wir auf eine präzise Schnittführung, einen schonenden Wundverschluss und die spätere Narbenentwicklung. Nach dem Eingriff besprechen wir den Befund persönlich mit Ihnen, planen die weiteren Kontrollen und koordinieren bei Bedarf die Behandlung mit einem spezialisierten Hauttumorzentrum. So sind Sie vom ersten Verdacht bis zur Nachsorge durchgehend fachärztlich begleitet.
Wie läuft die Untersuchung bei SKN Dermatology & Aesthetics ab?
1. Fachärztliche Befunderhebung
Wir besprechen, seit wann die Hautveränderung besteht, ob sie sich verändert hat und welche persönlichen oder familiären Risikofaktoren vorliegen.
2. Dermatoskopische Untersuchung
Das auffällige Pigmentmal wird mit dem Dermatoskop vergrößert betrachtet. Je nach Anlass der Untersuchung kontrollieren wir auch weitere Hautbereiche.
3. Digitale Dokumentation
Bei vielen Muttermalen oder einem erhöhten Risiko können Ganzkörper-Bodymapping und Videodermatoskopie eingesetzt werden. Kontrollbedürftige Stellen werden für spätere Vergleiche dokumentiert.
4. Entfernung bei Melanomverdacht
Lässt sich ein Melanom nicht sicher ausschließen, wird die verdächtige Hautveränderung in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung entfernt.
5. Histologische Untersuchung
Die feingewebliche Analyse zeigt, ob ein Melanom vorliegt und welche Tumormerkmale für das weitere Vorgehen relevant sind.
6. Befundbesprechung und Therapieplanung
Wir erklären Ihnen das Ergebnis verständlich und klären, ob eine Nachexzision, weitere Untersuchungen oder eine Überweisung an ein spezialisiertes Hauttumorzentrum notwendig sind.
7. Nachsorge
Die weiteren Kontrollintervalle werden anhand des Tumorstadiums, der Zahl und Art der Muttermale sowie des persönlichen Risikoprofils festgelegt.
Nachsorge nach einem Melanom
Die Nachsorge wird an das jeweilige Tumorstadium angepasst und kann folgende Untersuchungen umfassen:
- Kontrolle der gesamten Haut
- Untersuchung der Operationsnarbe
- Abtasten der Lymphknoten
- Ultraschall der Lymphknoten
- digitale Verlaufskontrolle vorhandener Pigmentmale
- weiterführende Untersuchungen bei auffälligen Befunden
Menschen, die bereits ein Melanom hatten, besitzen ein erhöhtes Risiko, erneut an einem Melanom zu erkranken. Deshalb ist auch nach einer vollständigen Entfernung die Kontrolle der gesamten Haut wichtig.
Neue oder sich verändernde Hautstellen sollten nicht erst beim nächsten regulären Nachsorgetermin gezeigt werden. Vereinbaren Sie bei einem auffälligen Befund zeitnah einen zusätzlichen Untersuchungstermin.
Was können Sie selbst zur Früherkennung beitragen?
Achten Sie besonders auf:
- neu entstandene Pigmentmale
- sichtbare Veränderungen bekannter Muttermale
- Stellen, die deutlich anders aussehen als Ihre übrigen Pigmentmale
- Veränderungen auf der Kopfhaut
- dunkle Streifen oder Verfärbungen unter den Nägeln
- auffällige Stellen an Handflächen, Fußsohlen und zwischen den Zehen
Bei vielen oder atypischen Muttermalen bietet das standardisierte medizinische Bodymapping eine genauere und besser vergleichbare Verlaufsdokumentation als gelegentliche private Aufnahmen.
Wie lässt sich das Melanomrisiko reduzieren?
Dazu gehören:
- intensive Mittagssonne möglichst meiden
- Schatten bevorzugen
- schützende Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen
- Sonnenschutz in ausreichender Menge auftragen
- den Schutz nach dem Schwimmen, Schwitzen und längeren Aufenthalten erneuern
- Kinder besonders konsequent vor Sonnenbrand schützen
- Solarien vermeiden
Sonnenschutz ist nicht nur im Urlaub relevant. Auch wiederholte Aufenthalte im Freien tragen über die Jahre zur gesamten UV-Belastung der Haut bei.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können die Entstehung eines Melanoms nicht verhindern. Sie erhöht jedoch die Chance, eine verdächtige Veränderung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Wann sollten Sie einen Termin vereinbaren?
Lassen Sie eine Hautveränderung zeitnah untersuchen, wenn:
- ein neues Pigmentmal entsteht
- ein bestehendes Muttermal wächst
- sich Form, Farbe oder Oberfläche verändert
- eine Stelle deutlich anders aussieht als Ihre übrigen Muttermale
- ein Pigmentmal juckt, nässt, verkrustet oder blutet
- sich unter einem Nagel eine dunkle Verfärbung ohne erkennbare Verletzung entwickelt
- Sie sehr viele oder atypische Muttermale haben
- bei Ihnen bereits ein Melanom festgestellt wurde
- ein nahes Familienmitglied an einem Melanom erkrankt ist
- Sie eine Hautveränderung nicht sicher einordnen können
Bei einer deutlichen Veränderung sollten Sie nicht auf Schmerzen oder andere Beschwerden warten. Denn frühe Melanome bleiben häufig symptomlos.
Häufige Fragen zu schwarzem Hautkrebs
Sind alle dunklen Muttermale verdächtig?
Nein, denn viele davon sind gutartig. Für die Beurteilung sind neben der Farbe auch die Form, die Begrenzung, die Struktur und vor allem Veränderungen im Zeitverlauf wichtig. Eine genauere Einordnung erfolgt durch eine dermatologische Untersuchung mit dem Dermatoskop.
Entsteht ein Melanom immer aus einem Muttermal?
Nein, ein Melanom kann sich zwar aus einem bestehenden Muttermal entwickeln, entsteht aber häufig auch neu auf zuvor unauffälliger Haut. Deshalb sollten auch neu auftretende Pigmentflecken untersucht werden.
Kann ein Melanom auch hell oder hautfarben sein?
Ja. Es gibt Melanome, die wenig oder kein dunkles Pigment enthalten. Diese sogenannten amelanotischen Melanome können rötlich, rosa oder hautfarben aussehen und sind deshalb leichter zu übersehen.
Ist schwarzer Hautkrebs heilbar?
Ein früh erkanntes und örtlich begrenztes Melanom kann in der Regel durch eine vollständige operative Entfernung geheilt werden. Die Prognose hängt vor allem von der Tumordicke sowie davon ab, ob sich der Tumor bereits ausgebreitet hat.
Muss jedes auffällige Muttermal entfernt werden?
Nein, denn viele Pigmentmale lassen sich durch eine klinische und dermatoskopische Untersuchung als unauffällig einstufen oder digital kontrollieren. Besteht jedoch ein begründeter Melanomverdacht, sollte die Stelle entfernt und histologisch untersucht werden.
Kann ein verdächtiges Muttermal gelasert werden?
Bei einem Melanomverdacht ist eine Laserbehandlung nicht geeignet. Dabei würde das Gewebe zerstört und könnte anschließend nicht mehr vollständig histologisch untersucht werden. Verdächtige pigmentierte Veränderungen müssen deshalb vor jeder ästhetischen Entfernung dermatologisch abgeklärt werden.
Kann eine Gewebeentnahme dazu führen, dass der Tumor streut?
Nein, eine fachgerecht durchgeführte Entfernung oder Gewebeentnahme verursacht keine Ausbreitung des Melanoms. Die histologische Untersuchung ist notwendig, um die Diagnose zu sichern und die weitere Behandlung festzulegen.
Was passiert, wenn die Histologie ein Melanom bestätigt?
Der Befund wird ausführlich mit Ihnen besprochen. In der Regel folgt eine Nachexzision mit einem Sicherheitsabstand, der von der Tumordicke abhängt. Je nach Tumordicke und weiteren Risikomerkmalen können zusätzliche Untersuchungen der Lymphknoten oder andere diagnostische Schritte erforderlich sein.
Wann ist Bodymapping sinnvoll?
Bodymapping ist insbesondere bei vielen oder atypischen Muttermalen, familiärer Vorbelastung, einem bereits behandelten Melanom oder schwer überschaubaren Pigmentmalen sinnvoll. Die standardisierten Aufnahmen ermöglichen einen genauen Vergleich über einen längeren Zeitraum.
Wie oft sollte die Haut kontrolliert werden?
Das passende Kontrollintervall hängt vom persönlichen Risiko ab. Menschen mit wenigen unauffälligen Muttermalen benötigen andere Abstände als Personen mit atypischen Nävi, familiärer Vorbelastung oder einem früheren Melanom. Das individuelle Intervall wird nach der ärztlichen Untersuchung festgelegt.
Bleibt nach der Entfernung eine Narbe?
Bei einer operativen Entfernung entsteht in der Regel eine Narbe. Wie sichtbar diese später ist, hängt von der Lage und Größe des Eingriffs, dem notwendigen Sicherheitsabstand, der Art des Wundverschlusses und der individuellen Heilung ab. Nach abgeschlossener Wundheilung kann geprüft werden, ob eine ergänzende Narbenbehandlung sinnvoll ist.
Schwarzen Hautkrebs in München fachärztlich abklären lassen
Die meisten Muttermale sind harmlos. Eine neu entstandene oder sich deutlich verändernde Hautstelle sollte dennoch dermatologisch untersucht werden.
In unserer Praxis SKN Dermatology & Aesthetics in München verbinden wir die fachärztliche Untersuchung mit Dermatoskopie und digitaler Verlaufskontrolle. Besteht der Verdacht auf ein Melanom, veranlassen wir die operative Entfernung und die histologische Untersuchung.
Anschließend besprechen wir den Befund persönlich mit Ihnen und planen die notwendigen weiteren Schritte.
Sollte das Ergebnis eine weiterführende Diagnostik oder Behandlung erfordern, koordinieren wir die Anbindung an eine geeignete spezialisierte Einrichtung.
Behandlungen für Sie
In unserer Praxis beraten wir Sie gerne persönlich, welche Behandlungsmethoden sich für Ihre individuellen Wünsche und Gegebenheiten eignen.
Dr. med. Steinkraus
Fachärztin für Dermatologie, Ästhetik und Lasermedizin
Spezialistin für Ganzkörper Bodymapping zur Hautkrebsvorsorge
Jahrelange Erfahrung in der Dermatologie
Präzise Dosierung für besonders natürliche Ergebnisse
Ausführliche Beratung & Planung Bodymapping-Behandlung


